Ich hatte bereits vor kurzem den FlexiSpot E8 Schreibtisch für euch getestet und habe mich im Zuge dessen für den EG8 für mein Zuhause entschieden. Ich wollte gerne Zuhause genauso komfortabel arbeiten, wie an meinem Arbeitsplatz in der Firma. Der EG8 ist dabei relativ schick, hat eine Schublade und ist schmal, sodass er in meiner Dachgeschosswohnung auch unter die Schräge passt.
Ich habe das Modell mit der weißen Glas-Tischplatte genommen und somit meinen alten IKEA-Tisch verbannt. Das coole an dem FlexiSpot EG8 ist, dass die Steuerung bereits in die Tischplatte integriert ist. Man muss also den Controller nicht selbst anbringen. Ebenfalls nett: Der Schreibtisch besitzt eine Schublade.
Der FlexiSpot EG8 wurde in zwei Paketen geliefert. Das Gewicht der beiden Pakete war wirklich sehr hoch. Wir reden hier von fast 50 Kilogramm Paketmasse. Das alles in den dritten Stock zu schleppen war schon mal sehr anstrengend. Die Pakete standen auch erstmal ein paar Tage herum, weil ich dadurch echt die Lust auf den Aufbau verloren habe. Doch irgendwann fing ich dann an.
Die Pakete hatten beide fast die identische Größe. In den einem Paket war die Glas-Tischplatte und in dem anderen das Gestell inklusive aller Anschlüsse. Natürlich wurde alles, was lackiert war, in Plastiktüten eingepackt. Nicht schön, aber nicht selten. Die Pakete waren von außen nicht unbedingt ansprechend.
Ein Tipp vorweg: Sowohl für den Transport zur Wohnung, wie auch für den Müll ist ein VW Caddy oder ähnliches Gefährt sehr sinnvoll. Die Müllansammlung ist wohl groß und eine kleine Mülltonne ist da schnell überfordert. Vor allem kommt auch viel Plastikmüll in Form von Styropor auf.
Nun habe ich mich an den Aufbau gewagt. Was kurios war, dass für so einen Tisch nur 16 Schrauben mitgeliefert wurden. Diese waren beschriftet verpackt. Leider in Plastik, aber so gut sichtbar. Theoretisch ist der Aufbau in zwei Schritten erledigt: Gestell auf Unterseite stellen. Gestell festschrauben.
Erstmal habe ich das Paket mit der Tischplatte geöffnet und diese dann umgedreht. Denn die Oberseite der Platte hat mir in dem Moment nichts gebracht. Allerdings empfiehlt es sich, die Tischplatte mit zwei Personen umzudrehen. Diese ist schon sehr schwer und sollte nicht unbedingt auf den Boden knallen. Auch wenn es Schutzglas sein soll, würde ich es nicht riskieren.
Nachdem ich die Platte nun auf der richtigen Seite hatte, entfernte ich noch Pappe und Styropor und legte das Gestellt auf die Unterseite, wie es in der Anleitung beschrieben wurde.
Das Gestell wird an beiden Seiten mit jeweils 4 Schrauben festgemacht. Das Gestell hat nach dem Festziehen der Schrauben auch kein Spiel mehr. Es wirkt sehr passend und gut verarbeitet. Sowohl die Schraubendicke, wie auch die Gewinde sind optimal gewählt. Auf der Unterseite der Tischplatte sieht man noch den Motor, so wie den Netzanschluss für das Stromkabel. Auch die Schublade macht sich schon bemerkbar. Einzig was mir diesmal fehlt: Ein Kabelkanal. Wäre durchaus möglich gewesen, ist aber leider nicht vorhanden.
Nachdem nun das Gestell sitzt, werden noch die Füße mit jeweils 4 Schrauben festgeschraubt. Somit haben alle 16 Schrauben relativ schnell ihren Platz gefunden ?. Einzig ob die lange oder kurze Seite der Füße nach vorne zeigt, war erst unklar. Hat sich aber nach mehreren Blicken und logischen Denken schnell geklärt. Nun musste der Tisch umgedreht werden und auch das war, als Einzelperson, wieder eine große Hürde. Ich empfehle es nicht.
Was ich mir natürlich direkt angeschaut habe, war die Steuerung in der Tischplatte. Sieht modern und bündig aus. Ich wollte aber wissen, was es mit den USB-Anschlüssen auf sich hat und da war ich leider das erste Mal enttäuscht. Ich hatte sehr gehofft, dass man eine Verbindung zum PC aufbauen könnte und die USB-Anschlüsse beispielsweise als HUB nutzen kann oder gar als USB-Switch. Leider ist das nicht möglich. Die USB-Anschlüsse (2x USB-A, 1x USB-C) sind allesamt zum Laden da. Bisschen viel meiner Meinung nach.
Die Steuerung des Tisches ist eigentlich selbsterklärend. Man kann mit den Pfeiltasten den Tisch zwischen 72cm und 121cm stellen. Die Tasten 1-4 sind zum Speichern da. Ein langer Tastendruck genügt, um die Position entsprechend des Speicherplatzes zu sichern. Es gibt auch eine Kindersicherung, die ich persönlich sehr billig finde. Das war bei dem FlexiSpot E8 besser gelöst. Hier genügt ein Druck auf den Knopf rechts außen, um die Kindersicherung zu aktivieren. Das kann jedes Kind nach 1x probieren herausfinden.
Der Tisch reagiert auf die Eingaben etwas träge, weil der Motor erst hochfahren muss. Dadurch, dass nur ein Motor verbaut ist, fährt das Gestell auch nicht ganz so flott hoch. Den Start des Motors hört man doch wohl deutlich, aber mit knapp 48 dBs völlig im Rahmen. Was auffällt, dass man die Bedieneinheit erst mit einem Druck „aktivieren“ muss und erst der zweite Druck das System zum Fahren bewegt.
Die Antikollision funktioniert auch zuverlässig und lässt sich entsprechend der Anleitung auch in der Empfindlichkeit einstellen. Ob man für Zuhause, wo sich der Tisch meiner Meinung nach am besten macht, vier Speicherplätze braucht, sei mal dahingestellt. Mir hätten auch zwei gereicht. Ich hatte noch nicht das Bedürfnis die USB-Anschlüsse zu nutzen, die jedoch mit jeweils 18 Watt laden können und das alle drei gemeinsam. Der Hersteller sagt allerdings, dass bei der aktiven Fahrt des Schreibtisches die Stromversorgung unterbrochen wird.
Der FlexiSpot EG8 ist ein sehr schicker Schreibtisch mit Glasplatte. Alternativ gibt es den Schreibtisch in einem schwarzen Design oder auch als „EW8“ mit Holzplatte.
Der Aufbau war wirklich einfach. Eine zweite Person sollte aber unterstützend zur Hilfe stehen, da der Tisch wirklich schwer ist. Leider ist sehr viel unhandlicher Müll angefallen, was allerdings bei so einer Größe auch nicht ungewohnt ist. Vielleicht hätte man an manchen Stellen auf die bekannten Plastiktüten verzichten können.
Ich habe meinen PC auf einem „Container“-Schrank gestellt, damit ich auch im stehenden Modus die Kabellänge für die Bildschirme erfülle. Leider fehlt mir ein Kabelmanagement an dem Tisch. Die Kabel, welche zu meinen Bildschirmen, Kamera, Mikrofon laufen, sieht man alle hinten rumhängen. Die Querstange im Fußbereich ist ebenfalls nicht angenehm, aber auch nicht sonderlich störend.
Alles in allem kann ich den Tisch empfehlen. Ob man allerdings knapp 400€ für einen Schreibtisch mit etwas Spielerei ausgeben möchte, muss man selbst entscheiden. Ich möchte den Komfort aus dem Büro zumindest Zuhause nicht (mehr) missen.
Der Hersteller FlexiSpot hat sich in Deutschland einen Namen gemacht und bietet bis zum 30.06.2022 auch noch eine 100€ Aktion auf der Webseite an. Allerdings zählt das, soweit ich sehen konnte, nicht für alle Modelle. Wer sich überlegt, einen höhenverstellbaren Tisch für das Home-Office anzuschaffen, findet auf https://www.flexispot.de/ viele Tischmodelle zu unterschiedlichen Preisen. Der EG8 gehört dabei aber zu den günstigsten Modellen ?.
Danke für Bericht und Detailbilder, für diesen Tisch habe ich mich auch schon einmal interessiert.
Sind unter den Füßen noch höhenverstellbare Elemente um ihn auszurichten? Falls ja, wie weit lassen dich diese herausdrehen? Ich habe hier im alten Fachwerk leider einen recht schiefen Fußboden und müsste an einer Seite mehr als Daumenbreite ausgleichen. Eine Leiste als Unterlage wäre nicht so ideal.
leider sind diese elektrischen Tische immer so klein x.x
Du bist ja nicht auf diese eine Tischplatte festgelegt. 2 Meter Breite sind durchaus drin.
2 Meter Breite ist ja noch OK, gerade so, da sollte sich noch ein Winkelteil anschließen ;). Was definitiv zu wenig ist, das ist die Tiefe von 60 bis 80 Zentimeter, das muss wenigstens ein Meter sein.
Lass Dir das von einem voll ausgewachsenen Volltischler und Bodengründler, mit Hang zu Displays ab 32 Zoll aufwärts sagen.
Zum einen brauchst Du genügend Abstand zum Display und zweitens muss zwischen Tastatur, Maus, Speed Editor, der L-Version des Grafik-Tablets und dem Display noch ausreichend Platz für ein paar FINO-Stacks und Krimskrams sein.
Was fehlt, sind auf beiden Seiten Halterungen für einen/zwei Tower, der/die mitfährt, dann reduziert sich das Kabelmanagementproblem auf die Netzkabel, aller andere bleibt ja in sich stabil, äh unveränderlich.
Wobei ich unter Tower, Tower verstehe und kein Midi/Mini oder sonstwas, einfach normaler Fullsize-Tower für ein Dual-CPU-Board, ordentlich Platten, Wasserkühlung, etc. – da wird es dann vermutlich auch eng mit der Belastungsgrenze.
Und natürlich nicht zu vergessen, es gibt das Ding natürlich mal wieder nicht in anständigen Farben.
RAL 7037 Staubgrau, RAL 7001 Silbergrau, etc. ist das einzig Richtige, schön pflegeleicht. Keine Zeit und vor allem keine Lust, dreimal am Tag Staub zu wischen.
FINO-Stack = Weiterentwicklung des FIFO-Stacks – FirstInNeverOut-Stack, was da mal drin ist, geht nicht verloren. Außer es gelingt einem nicht, die Putz- und Aufräumteufel fernzuhalten. Ich weiß genau wo was in welcher Höhe im Stapel ist, wehe da ändert einer was, dann gibt’s Stunk.
Das sind 122cm Breite, langt doch oder ?
Glückwunsch zum neuen Schreibtisch! Echte Begeisterung klingt allerdings anders. Lass mich raten: wäre der Aufwand aufgrund von Paketgewicht und -größe nicht so hoch, würdest du ihn zurückschicken. Richtig?
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